Home | Weiterbildung | Projekte | Veröffentlichungen | Kontakt | Mitglieder

   KI Keramik-Institut GmbH | Literatur                                                                                                                                     EN

Garnieren mit Hilfe der Thixotropie

Garnieren großer Keramikartikel mit Hilfe der Thixotropie

Bearbeiter: Dipl. Ing. Dieter Erdmann

Problemstellung
Ziel des Projektes war es, am Beispiel eines Sanitär- und eines Steinzeugscherbens ein Verfahren zu entwickeln, das ein Garnieren großer Keramikteile ohne Garnierschlicker ermöglicht. Im Ergeb­nis funktioniert das schlickerfreie Garnieren unter Nutzung der Thixo- tropie grundsätzlich auch bei großen keramischen Artikeln. Hinsichtlich der Festigkeit ist das schlickerfreie Garnieren dem Schlickergarnieren überlegen, weil die Verbindung tiefer in den Scherben reicht.

Es ist notwendig, vor dem Garnieren die Garnierstelle anzufeuchten, um nur dort die thixo- trope Verflüssigung auszulösen. Die Rüttelzeit für eine feste Verbindung beträgt nur zwischen drei und fünf Sekunden. 

Um der Deformationsgefahr zu begegnen wurde versucht, mit geringerer Artikel­feuch­te zu garnieren, so dass nur die befeuchtete Garnierstelle „deformierte“. Dem sind aber Grenzen gesetzt. Die Gefahr der Deformation des ganzen Artikels bleibt also bestehen. 

Es ist nicht gelungen, ohne Befeuchtung auszukommen. Dieser Arbeitsgang ist zeitlich vergleichbar mit dem Aufbrin­gen des Garnierschlickers. Auch die unerwartet lange Verfes- tigungszeit nach der thixotropen Verflüssigung entspricht in etwa der beim Schlickergar- nieren. Die schlickerfreie Garniernaht bildet wie das Schlickergarnieren eine Wulst aus, die vor dem Trocknen verputzt werden muß. 

Ein  Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, dass der Garnierschlicker nicht mehr aufbereitet werden muß und die Garniernaht zuverlässiger ist als die bisherige Schlicker- naht. 

Arbeitsschwerpunkte
Folgende Ziele wurden erreicht:

  • Anwendung des schlickerfreien Garnierens auf dicke Scherben
  • Klärung von Einflussfaktoren
  • Klärung von Verfahrensgrenzen

Transferierbare Ergebnisse

  • Prozessparameter, Maschineneinstellungen
  • Wirkungsweise von Einflussfaktoren
  • Verfahrensgrenzen 



(c) 2009 by Keramik-Institut Meißen. Alle Rechte vorbehalten. Juristischer Hinweis