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GIESSKAOLINE

Entwicklung eines Verfahrens zur Produktionssteuerung von Gießkaolinen

Bearbeiter:
Dipl.-Ing. Gero Stolle

Problemstellung

Die Qualität der Kaoline wird gegenwärtig durch die chemische Zusammensetzung, z.B. durch den Gehalt an Al2O3, K2O und MgO in den Prozeßstufen Haldenaufbau und Verschneiden der Zyklon- suspensionen gesteuert.

Sollen die Kaoline jedoch vorrangig in Gießmasseversätzen der Sanitärindustrie eingesetzt werden, wird auch eine Konstanz der Verflüssigungs- und Gießeigenschaften erwartet. Diese wird nicht in jedem Falle erreicht.
Offensichtlich werden die rheologischen Eigenschaften der Kaoline nicht nur von der chemischen Zusammensetzung, sondern von weiteren Stoffbestandswerten beeinflußt.

Ziel des Projektes ist es, ein Verfahren für eine schnelle und praxisrelevante Bewertung der Verflüssigungseigenschaften von „Gießkaolinen“ zu erarbeiten. Die Methode soll erlauben, bereits die Zwischenprodukte in den einzelnen Stufen des Aufbereitungsprozesses im Hinblick auf die geforderten Verflüssigungs- bzw. Gießeigenschaften zu bewerten.

Arbeitsschwerpunkte

  • An Extremchargen von Kaolinen ist zu prüfen, welche alternativen Bewertungskriterien (z.B. spezifische Oberfläche, Quellvermögen, Zetapotential, organischer Kohlenstoffgehalt) in der Lage sind, die rheologischen Eigenschaften widerzuspiegeln und als Steuergrößen genutzt werden können.
  • Es sind die Möglichkeiten der Einflußnahme auf die Gießeigenschaften der Kaoline in ihrem Herstellungsprozeß, beim Haldenaufbau und beim Verschneiden der Zyklonsuspensionen zu ermitteln. Dabei soll gleichzeitig die Qualität des Aufbereitungswassers kontrolliert werden.
  • Es sind Verfahrensvorschriften zur Steuerung der Gießeigenschaften der Kaoline aus den Ergebnissen der beiden ersten Projektstufen zu erarbeiten.
  • Die Verfahrensvorschriften sind im Industrieversuch anzuwenden und ihre Wirksamkeit auf die Endprodukte ist einzuschätzen und zu bewerten.



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