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Modulare Schichten |
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Modulare Beschichtung von Dachziegeln Kontakt: G. Stolle Problemstellung
Betroffen sind nur die bleifreien Boralkali-Glasuren und hier besonders die kalkreichen. Als Ursache werden lösliche Salze, vorrangig Sulfate aus dem Scherben gesehen. Diese entstehen während des Brandes bei der Umsetzung von Verunreinigungen aus den Tonrohstoffen, in Form von Gips, Pyrit, Markasit und Kalk. Bei der witterungsbedingten Beanspruchung der Ziegel auf dem Dach wandern die löslichen Salze im porösen Dachziegelscherben nach oben in Richtung Glasur. Da die Glasurschicht wenig dampfdurchlässig ist, konzentrieren sich die Salze in der Grenzschicht Scherben/Glasur. Dort kristallisieren die Salze aus. Diese Defekte sind dann in Form weißer Verfärbungen auch aus größerer Entfernung sichtbar und beeinträchtigen das Gesamtbild. Die Folge sind Reklamationen. Arbeitsschwerpunkte
Basis für die Bindeschicht sollen Engobetone sein, die durch geeignete Zusätze in Form von Oxiden, Glasmehl oder Fritten modifiziert werden. Wichtig sind der fehlerfreie Auftrag, die enge Verzahnung sowie die Abstimmung der Ausdehnungskoeffizienten der einzelnen Schichten. Weiterhin wird ein geringer Rohstoffpreis angestrebt. Die Verbesserung der chemischen Beständigkeit der bisher eingesetzten Boralkali-Glasuren soll durch Minimierung und Austausch von Netzwerkbildnern und –wandlern erfolgen. Verstärkt eingesetzt werden sollen Lithium-, Strontium-, Zink-, Zirkon- sowie Wismutoxid. Dabei soll das vielfältige Angebot von entsprechenden feinstvermahlenen Fritten genutzt werden. |
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