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SANITÄRPORZELLANMASSEN

Verbesserung der Gießeigenschaften von Sanitärporzellanmassen

Bearbeiter:
Dipl. Ing. Gero Stolle

Problemstellung

Das Ziel des laufenden Vorhabens besteht darin, den Fertigungsprozeß für gegossene sanitärkeramische Erzeugnisse meßtechnisch sicherer zu gestalten durch Anwendung einer neuen kontinuierlichen On-Line-Meßmethode, der ESA-Meßmethode.

Wie die Praxis zeigt, sind die konventionellen Meßmethoden nicht in der Lage, die Eigenschaften der feststoffreichen Sanitärschlicker ausreichend zu beschreiben. Trotz eingehaltener Toleranzwerte ergeben sich unterschiedliche Schlickereigenschaften, die bereits in der Rohfertigung zu Produktionsfehlern führen können.

In einem vorangegangenen Projekt „Gießschlicker für die keramische Industrie“ wurde in Parallelversuchen zwischen den konventionellen Meßmethoden und der ESA-Messung nachgewiesen, daß die ESA-Messung zusätzliche Informationen für die Verflüssigung der Einzelrohstoffe, zur Wirkung der Verflüssiger und zum Zustand der Betriebsmasse liefert. ESA-Messungen sind insofern prädestiniert, als daß damit auch in hochkonzentriertenSuspensionen mit Feststoffgehalten > 70 % gemessen werden kann.

Arbeitsschwerpunkte

Durch dieses Projekt soll die praktische Anwendbarkeit der kontinuierlichen On-Line-Messung des ESA-Signals zur Prozeßkontrolle untersucht werden. Daraus ergeben sich folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • In Zusammenarbeit mit einem Sanitärporzellanhersteller und einem Meßgerätelieferanten wird der technologisch sinnvolle Einsatzort festgelegt und die Gerätekonfiguration erarbeitet.
  • Nach Installation des Meßgerätes erfolgt die Erprobung und Variation der Meßparameter zur Gewährleistung stabiler Meßbedingungen.
  • Es erfolgen kontinuierliche On-Line-Messungen bei laufender Produktion über mehrere Wochen und monatliche Auswertungen im Vergleich mit den konventionell ermittelten Kennwerten und dem gießschlickerabhängigen Sortierergebnis.
  • Zusätzliche Untersuchungen im Chargenbetrieb bzw. im Labor dienen der Ursachenermittlung für auftretende Phänomene.
  • Nach ausreichend langer Meßwerterfassung und -auswertung ist die Verlegung der Meßapparatur an einen weiteren Meßort vorgesehen.
  • Im Ergebnis der Untersuchungen sind Aussagen bezüglich der Anwendbarkeit dieser Meßmethode zur kontinuierlichen Überwachung und evtl. auch Steuerung der Gießschlickerherstellung zu machen.

Download Ergebnisbericht (PDF; 2 MB)



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